Geschichte des Schweizerhofes

Die Geschichte des Schweizerhofes ist auf das Engste mit den Fuchs'schen Waggonwerken verbunden. Deren Gründer Heinrich Fuchs wurde auch zu dem Namensgeber der ehemaligen Kirchheimer Straße, in der das Gebäude des Schweizerhofes 1899 erbaut und am 12. August 1900 als Gaststätte eingeweiht wurde. In Absprache mit Fuchs sollte für die Werksarbeiter in der Nähe des neuen Werksgelände des Waggonwerkes ein ganztägiges gastronomisches Angebot entstehen. Bereits in den Anfangsjahren ist der vordere Teil des Gartens als Biergarten genutzt worden, die beiden Kastanien und der Lindenbaum damals gepflanzt, sie sind also bereits über einhundert Jahre alt. Bekannt war der Schweizerhof damals für seine außergewöhnlich großen und leckeren Schnitzel, die Gäste aus ganz Heidelberg nach Rohrbach zogen. In den sechziger Jahren hatte der Schweizerhof die Funktion eines Streiklokals, in dem die streikenden Arbeiter sich tagsüber aufhielten und über den Fernseher, den es damals noch nicht in jedem Haushalt gab, die atuelle Lage verfolgt.

Im Jahr 2004 wurde der Schweizerhof von den Diakonischen Hausgemeinschaften, der jetzigen Diakonischen Hausgemeinschaft Schweizer Hof e.V., erworben und in Wohneinheiten für das Inklusive Wohnen umgebaut. Das Haus wurde in seiner einhundertjährigen Geschichte wohl renoviert, aber es wurden jedoch keine baulichen Veränderungen vorgenommen.

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an." (1 Samuel 16,7)

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